Toni Schuberl ist seit November 2018 Abgeordneter im Bayerischen Landtag und seit 2020 Kreisrat sowie Fraktionsvorsitzender der Grünen-Fraktion im Kreistag Freyung-Grafenau. Als rechtspolitischer Sprecher der Fraktion und Mitglied des Ausschusses für Verfassung, Recht, Parlamentsfragen und Integration ist Schuberl insbesondere mit Rechts- sowie umweltpolitischen Fragen und Nachhaltigkeitsthemen befasst. Die Universität Passau kennt der studierte Diplom-Jurist auch aus Verwaltungssicht: Von seiner Tätigkeit am Rechtsreferat der Universität seit 2014, in der er unteren anderem juristische Kommentare zur Bayerischen Hochschulwahlordnung und zum Bayerischen Hochschulgesetz verfasste, ist er seit 2018 aufgrund seiner Abgeordnetentätigkeit freigestellt.
Anlässlich des Führungswechsels an der Spitze der Universität Passau informierte sich MdL Schuberl bei Präsident Prof. Dr. Jan H. Schumann und Kanzlerin Barbara Tasch über aktuelle Entwicklungen und Vorhaben an der Universität Passau. Interessiert zeigte sich MdL Schuberl insbesondere an der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele im Hochschulbau. Die erst kürzlich in Betrieb genommene und vom Freistaat geförderte Photovoltaik-Anlage war ein zentraler Gesprächsinhalt. Auf Schuberls Initiative hin wurde die Umsetzung der PV-Anlage zur Deckung des universitätseigenen Energiebedarfs beschlossen: „Ich freue mich, dass sich die Uni Passau beim Thema Energiewende auf den Weg gemacht hat. Unter anderem auf meine Anregung hin ist die Uni mittlerweile mit PV-Anlagen gut bestückt und kann damit ihre Betriebskosten deutlich senken. Ich wünsche mir, dass der Weg zur Klimaneutralität bis 2045 ernsthaft beschritten wird und alle Möglichkeiten wie die Nutzung der Flusswärme noch konsequenter genutzt werden.“, so Schuberl bei seinem Besuch.
Prof. Dr. Jan H. Schumann betont: „Die PV-Anlage ist ein wichtiger Baustein zur Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie, den wir erst dank der Förderung durch den Freistaat realisieren konnten. Damit sind wir bei der Gestaltung unseres nachhaltigen Modellcampus einen großen Schritt weitergekommen. Aktuell prüfen wir, wie wir die selbst erzeugte Energie noch optimaler nutzen können.“
Auch über geplante Projekte mit Wirkungskraft und Perspektive für die gesamte Region tauschten sich Präsident Schumann und MdL Schuberl aus. So wird sich die Universität Passau für die FISU Winter Games bewerben, um deren Austragung im günstig gelegenen Dreiländereck zu ermöglichen. Bei den FISU World University Games Winter handelt es sich um das weltweit größte internationale Wintersport-Multi-Event für Studierende, das alle zwei Jahre weltweit in einer anderen Stadt ausgerichtet wird, um studentische Spitzensportler verschiedenster Nationen zusammenzubringen. Präsident Schumann sieht darin eine besondere Chance für die gesamte Region: „Als international angelegtes Kooperationsprojekt bietet das Sportevent nicht nur Sichtbarkeit für Stadt und Universität Passau, sondern auch ein übergreifendes Entwicklungspotential für das gesamte Dreiländereck durch die enge Kooperation zwischen den einzelnen Austragungsorten.“ Die Berücksichtigung zentraler Nachhaltigkeitsaspekte bei der möglichen Ausrichtung der Winterspiele war dabei Teil des Austauschs.
In Bezug auf die Qualität der Lehre an der Universität Passau wurden die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung sowie Neukonzeption von Studiengängen diskutiert. So stellte Präsident Schumann das bisherige Bachelorangebot sowie aktuelle Überlegungen zur Weiterentwicklung einzelner Studiengänge vor. Für den juristischen Bereich schlug Schuberl die Entwicklung eines integrierten Bachelor of Law als universitären Zwischenabschluss vor, um Jurastudierenden noch vor Absolvierung des Staatsexamens den Berufseinstieg zu erleichtern. Derzeit bietet etwa der Bachelorstudiengang „Legal Tech“ der Universität Passau eine innovative, interdisziplinäre Weiterbildungsmöglichkeit für Studierende der Rechtswissenschaften, indem er eine breite juristische Ausbildung mit Kenntnissen aus der Wirtschaftsinformatik vereint. Ziel dieses besonderen Studienangebots ist es, Absolventen auf die zunehmende Digitalisierung im Rechtsbereich vorzubereiten.